Die Erde heizt sich auf. In der Geschichte unseres Planeten ist das schon häufiger geschehen. Immer wieder haben sich im Verlauf der Jahrmillionen Kalt- und Warmzeiten abgewechselt. All diese Wechsel hatten natürliche Ursachen und verliefen häufig über einen Zeitraum von Jahrtausenden. Doch vor rund 150 Jahren hat eine dramatische Beschleunigung dieses Prozesses eingesetzt.

Ist die globale Erwärmung wirklich unsere Schuld?

Alle Daten sprechen dafür. Vor allem die Konzentration von Kohlenstoffdioxid (CO2) hat seit dem Beginn des Industriezeitalters stark zugenommen. Kohlenstoffdioxid ist ein Treibhausgas – steigt sein Anteil in der Atmosphäre, führt dies zu Erderwärmung. Der Anstieg der CO2-Konzentration hat zwei Ursachen:

  • Die Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Kohle, Öl und Gas und dem damit verbundenen massiven CO2-Ausstoß
  • Die großflächige Abholzung von Wäldern, die CO2 sowohl in Sauerstoff umwandeln als auch Speichern

Temperaturanomalien nach Staaten 1900 – 2016 basierend auf GISTEMP Daten der NASA


Visualisierung © durch Antti Lipponen, Creative Commons CC BY 2.0

 
Was droht uns, wenn die Erde wärmer wird?

Seit Beginn des Industriezeitalters haben Wissenschaftler einen Temperaturanstieg um 0,8 Grad Celsius dokumentiert – Tendenz steigend. Was uns genau erwartet, wenn die globale Erwärmung in diesem Tempo oder wie vorhergesagt sogar noch schneller fortschreitet, kann niemand mit Sicherheit sagen. Klimaforscher können jedoch anhand der Erdgeschichte Vorhersagen treffen, mit welchen Veränderungen wir rechnen müssen:

  • Jahreszeiten ändern sich
  • Grenzen von Klimazonen werden verschoben
  • das Eis an den Polen schmilzt
  • der Meeresspiegel steigt an
  • die Temperatur der Ozeane nimmt zu
  • mehr Wasser verdampft und steigt in die Atmosphäre auf
  • mit feuchterer Luft steigt die Wahrscheinlichkeit von starken Unwettern

Und dabei sind die Auswirkungen auf die Pflanzen- und Tierwelt der Erde noch gar nicht berücksichtigt. Denn abgesehen von den offensichtlichen Folgen, wie dem langfristigen Verlust des Lebensraumes der arktischen und antarktischen Tierarten, sind viele Folgen zum jetzigen Zeitpunkt kaum absehbar. So hat beispielsweise die erhöhte Temperatur der Ozeane in jüngster Vergangenheit das Algenwachstum stark begünstigt. Erhöhtes Algenwachstum kann eine unmittelbare Gefahr für das Ökosystem darstellen, weil die Pflanzen dem Wasser nachts Sauerstoff entziehen und dabei regelrechte Todeszonen für Fische und Mikroorganismen entstehen können.

Temperaturanomalien nach Staaten Januar bis August 2017 basierend auf GISTEMP Daten der NASA


Visualisierung © durch Antti Lipponen, Creative Commons CC BY 4.0

 
1 Stern2 Stern3 Stern4 Stern5 Sterne (7 votes, average: 5,00 out of 5)
Loading...